Auf See – Kreuzfahrten und mehr

EU gibt grünes Licht für Joint Venture von Royal Caribbean und TUI

März 10, 2008 · 2 Kommentare

Die europäischen Kartellbehörden haben grünes Licht für das von TUI und Royal Caribbean geplante Joint Venture gegeben. Die Unternehmen wollen unter der Marke TUI Cruises ein neues Produkt für den deutschen Premium-Kreuzfahrtmarkt entwickeln. Das erste Schiff soll im Mai 2009 in See stechen.

“Wir freuen uns, dass die Behörden die Genehmigung erteilt haben”, sagen TUI-Vorstandschef Michael Frenzel und Richard Fain, CEO von Royal Caribbean. “Jetzt können wir gemeinsam ein neues, erstklassiges Kreuzfahrtprodukt für den deutschen Markt auf den Weg bringen.” Beide Partner werden jeweils 50 Prozent an TUI Cruises halten. Firmensitz der neuen Gesellschaft wird Hamburg.

TUI musste im vergangenen Jahr seine Pläne eines Joint Venture mit dem Weltmarktführer Carnival aufgeben. Als Grund wurde das schwierige wettbewerbsrechtliche Umfeld genannt.

Designierter Vorsitzender der Geschäftsführung von TUI Cruises ist Richard J. Vogel, der als ausgewiesener Experte der Kreuzfahrtbranche gilt. Er war maßgeblich an der Umsetzung des AIDA-Konzepts beteiligt.

“TUI Cruises wird das heutige Kreuzfahrtangebot nicht nur erweitern, sondern eine echte Alternative im Premiumsegment anbieten”, verspricht Vogel. Weitere Details zum ersten Schiff und zur Produktphilosophie sollen nach Gründung der Gesellschaft veröffentlicht werden.

Aufgrund des engen Zeitrahmen bleibt TUI Cruises nur der Start mit einem umgebauten Schiff aus der Flotte von Royal Caribbean. Als wahrscheinlich gelten derzeit die Galaxy (1996) oder Mercury (1997) der Premium-Tochter Royal Caribbean. Beide wurden im Gegensatz zur etwas älteren Century noch nicht umfangreich renoviert und verfügen beispielsweise nicht über das bei den restlichen Schiffen der Celebrity-Flotte übliche Spezialitätenrestaurant.

Kategorien: Royal Caribbean · TUI Cruises
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